Automatisierte Palettierung in der Lebensmittelindustrie: Wiesbauer sichert den End-of-Line Materialfluss

HYDRA cobot palletizer beim Wursthersteller Wiesbauer in Wien

Am Wiener Stammwerk des Lebensmittelherstellers Wiesbauer werden seit fast 100 Jahren Wurstspezialitäten produziert – darunter Klassiker wie Bergsteiger, Käsewurst oder Krustenbraten. Mit rund 500 Mitarbeitenden und einer Jahresproduktion von etwa 12.500 Tonnen ist der Standort ein zentraler Bestandteil der österreichischen Lebensmittelproduktion.

Im Zuge einer Standortoptimierung wurden neue Slicer-Anlagen integriert. Doch schnell wurde klar: Eine reine Automatisierung der Schneide- und Verpackungsschritte war nicht ausreichend. Für die geplante Produktionssteigerung musste auch die Palettierung am Ende der Linie automatisiert werden.

Zum Einsatz kommt der HYDRA 4 cobot palletizer von FJ Mayer, der die Palettierung übernimmt und direkt in den bestehenden Prozess eingebunden ist.

Durchgängige Automatisierung der Produktionslinie

Der Lebensmittelhersteller Wiesbauer wollte den Materialfluss vom Schneiden bis zur fertigen Palette durchgängig automatisieren.

Durch die automatisierte Palettierung lassen sich heute auch höhere Produktionsmengen gleichmäßiger abwickeln. Produktionsspitzen können besser abgefangen werden, ohne zusätzliche manuelle Tätigkeiten am Linienende.

Dadurch werden die nachgelagerten Bereiche entlastet und die Linie bleibt auch bei höherer Auslastung planbar.

End-of-Line Automatisierung

Nach dem Verpacken übernimmt der Kartonierer die einzelnen Verkaufspackungen direkt aus der Linie und setzt sie vollautomatisch in Kartons ein. Anschließend etikettiert das System die Kartons und übergibt sie an den HYDRA cobot palletizer.

Vollautomatische Palettierung

Der Cobot stapelt die Kartons direkt zu fertigen Paletten. Manuelle Übergaben zwischen den Prozessschritten entfallen. Dadurch läuft der Materialfluss am Linienende gleichmäßiger und Unterbrechungen in der weiteren Produktion werden reduziert.
Die Kartons werden positionsgenau aufgenommen und zu definierten Palettenbildern gestapelt.

End-of-Line im Gesamtprozess

Die Palettierung beeinflusst direkt den Gesamtdurchsatz der Linie. Verzögerungen oder Stillstände wirken sich unmittelbar auf vorgelagerte Prozesse aus.
Die Linie kann gleichmäßiger betrieben werden, Produktionsspitzen lassen sich besser abfangen.

HYDRA Wiesbauer Palettiersoftware mit  3-Karton-Gripper
Der Materialfluss bleibt konstant und planbar – auch bei variierenden Produktionsmengen.

Wirtschaftlichkeit und ROI der automatisierten Palettierung

Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus der Reduktion manueller Tätigkeiten am Linienende. Der Personaleinsatz für die Palettierung wird reduziert bzw. kann anderweitig eingesetzt werden.

Philipp Riedel von der Produktionsleitung (links) mit Oliver Gaind, Geschäftsführung von FJ Mayer GmbH (rechts)

Zusätzlich entstehen Effekte durch:

  • weniger Unterbrechungen
  • geringeren Abstimmungsaufwand
  • stabilere Abläufe

Diese Faktoren wirken sich direkt auf die Betriebskosten und die Planbarkeit der Produktion aus.

Laut Angaben von Philipp Riedel, Assistenz der Produktionsleitung bei Wiesbauer, wird ein Return on Investment in vergleichbaren Anwendungen innerhalb von sechs Monaten erreicht.

Umsetzung mit dem HYDRA cobot palletizer

Vor der Umsetzung hatte Wiesbauer noch keine Erfahrung mit Robotik. Wichtig waren dem Lebensmittelhersteller eine kompakte Lösung, eine Umsetzung ohne Schutzzaun und ein regionaler Ansprechpartner für Service und Inbetriebnahme.

Der HYDRA Cobot Palletizer wurde direkt in die bestehende Linie integriert und an die vorgelagerten Systeme angebunden. Eine zentrale Aufgabe war dabei die Abstimmung der Schnittstellen zwischen Kartonierer, Fördertechnik und Palettiersystem.

Die Inbetriebnahme erfolgte gemeinsam mit FJ Mayer planmäßig und ohne größere Unterbrechungen im Produktionsablauf.

Cobot-Palettierung ohne Schutzzaun

Das System arbeitet in diesem Fall ohne klassischen Schutzzaun – stattdessen kommen Sicherheits-Laserscanner zum Einsatz. Dadurch bleibt die Anlage zugänglich und kann in bestehende Layouts integriert werden. Gerade bei begrenzten Platzverhältnissen vereinfacht das die Umsetzung.

Die kompakte Cobot-Palettierlösung ohne Schutzumzäunung und mit Sicherheitscanner.

Akzeptanz für die Robotikunterstützung im Betrieb

Vor der Einführung gab es Bedenken, wie die Automatisierung von den Mitarbeitenden aufgenommen wird.

Im laufenden Betrieb zeigte sich ein anderes Bild:

  • keine Reduktion von Arbeitsplätzen, sondern Verlagerung manueller Tätigkeiten auf andere Aufgabenbereiche
  • Entlastung von monotoner, körperlicher Arbeit
  • hohe Akzeptanz des Palettiersystems, auch durch die einfache Bedienung der Software

Aus dem Betrieb kamen früh Rückmeldungen wie „wird Zeit für Roboter“, was die schnelle Integration zusätzlich bestätigt.

Das HYDRA cobot palletizer ist heute fester Bestandteil der Linie und im Arbeitsalltag etabliert.

Auswahl und Umsetzung der Palettierlösung

Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von FJ Mayer waren:

  • kompakte Systemlösung
  • Umsetzung einer kollaborativen Lösung ohne Schutzzaun
  • nachvollziehbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • regionale Nähe und Serviceverfügbarkeit

In der Umsetzung zeigte sich vor allem die Unterstützung bei der Integration als entscheidend.

Auch Sie möchten Ihre End-of-Line Prozesse automatisieren und gleichzeitig Kosten senken?

  • Reduktion manueller Tätigkeiten bei der Palettierung
  • Stabilerer Linienbetrieb ohne zusätzliche Ressourcen
  • Planbare Palettierprozesse auch bei Produktionsspitzen

Informieren Sie sich über den HYDRA cobot palletizer oder sprechen Sie direkt mit Ihrem FJM-Ansprechspartner für Verpackungsautomation:

Ing. Manfred Göschl, Vertriebsingenieur für Automation, berät Sie und plant Ihre gewünschte Palettieranwendung nach Ihren individuellen Anforderungen.

Tel +43 2623 20600  37
E-Mail manfred.goeschl@fjmayer.at

Manfred Göschl, Beratung für Robotik und Kunststofftechnik, FJ Mayer

Häufig gestellte Fragen zur End-of-Line Prozessautomatisierung

Wie lässt sich die Palettierung in einen bestehenden Materialfluss integrieren?

Die Palettierung wurde direkt in den bestehenden Materialfluss integriert. Kartonierte Produkte werden automatisiert übernommen und ohne manuelle Übergaben palettiert. Das reduziert Unterbrechungen und sorgt für einen kontinuierlichen Ablauf am Linienende.

Wie integriert sich ein Cobot-Palettierer in bestehende Produktionslinien?

Für die Palettierung wurde bewusst eine kollaborative Lösung gewählt.

Die Anforderungen:

  • kompakte Bauweise
  • einfache Bedienbarkeit
  • Integration ohne Schutzzaun
  • schnelle Inbetriebnahme

Die Umsetzung erfolgte mit Unterstützung von FJ Mayer.

Die Inbetriebnahme verlief planmäßig. Eine zentrale Aufgabe war die Abstimmung der Schnittstellen zwischen den beteiligten Systemen.

Welche Auswirkungen hat automatisierte Palettierung auf den laufenden Betrieb?

  • Stabiler Materialfluss: Der End-of-Line-Palettierung wird sichergestellt, Engpässe werden reduziert, die Linie läuft gleichmäßiger.
  • Planbare Kostenstruktur: Weniger manuelle Tätigkeiten und stabilere Abläufe führen zu messbaren Kosteneffekten.
  • Einfache Integration: Umsetzung ohne Schutzzaun ermöglicht eine Integration in bestehende Linienstrukturen.

Warum entschied sich Wiesbauer für den HYDRA Cobot Palletizer von FJ Mayer?

Vor der Auswahl erstellte Wiesbauer ein Lastenheft, um verschiedene Anbieter unter vergleichbaren Bedingungen bewerten zu können und gleichzeitig Raum für unterschiedliche Lösungsansätze zu lassen.

Wichtig waren dabei ein persönlicher Ansprechpartner, regionale Serviceverfügbarkeit und schnelle Unterstützung im laufenden Betrieb.

Nach dem Vergleich der Angebote überzeugten vor allem die kompakte Bauweise des HYDRA Cobot Palletizer, die Umsetzung als Cobot ohne Schutzzaun sowie das nachvollziehbare Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch die Zusammenarbeit während der Planung und Integration war ein entscheidender Faktor.